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Welche Tatsachen sollen erklärt werden?
DAS ÖKONOMISCHE VERSAGEN DER FREIEN MARKTWIRTSCHAFT
 
Es ist der falsche Sozialismus, der gescheitert ist, nicht die Verwirklichung des echten Sozialismus. Hingegen ist der Kapitalismus, der gescheitert ist, der echte Kapitalismus, und nicht der falsche Kapitalismus. Der Sozialismus scheiterte, weil er nicht verwirklicht wurde. Der Kapitalismus scheiterte, weil er verwirklicht wurde.
Ernesto Cardenal, Befreiungstheologe und Priester, Poet und Politiker  

Keiner der bisherigen Ansätze der Wirtschaftswissenschaft hat es geschafft, wirklich praxistaugliche Maßnahmen oder nur Handlungsempfehlungen für die Wirtschaftspolitik der Marktwirtschaft zu entwickeln. Entweder funktionieren sie gar nicht – wie im Fall des neoliberalen Paradgimas – oder nur für eine begrenzte Zeit bzw. nur unter ganz bestimmten Bedingungen – wie bei der monetären Nachfragetheorie. Das ungelöste Hauptproblem ist das alte, mit dem die freie Marktiwirtschaft sozusagen geboren wurde. Die Konjunktur bricht immer wieder plötzlich zusammen, ohne dass es die Ökonomen kommen sehen oder dem effektiv abhelfen können. Dies ist letztendlich darauf zurückzuführen, dass ihre Modelle die Marktwirtschaft unzureichend erfassen, also analytisch unterkomplex sind und als solche das Wesentliche der Funktionsweise der freien Marktwirtschaft nicht erkennen und erklären können.

 
   
  Der Nachfragemangel: monetäre und reale (kreislauftheoretische) Erklärung
  S u m m a r y :

Eine überwältigende Menge von empirischen Tatsachen spricht in aller Klarheit dafür, dass die periodischen Konjunkturabstürze und anhaltenden Krisen der freien Marktwirtschaft eigentlich auf einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage beruhen - auf dem Nachfragemangel. Die klassischen Ökonomen Sismondi und Malthus, wie später auch Keynes, haben den Nachfragemangel monetär, also mit Geld bzw. der Geldhortung erklärt - jedoch nicht sehr überzeugend. Erst die reale Nachfragetheorie, der ein Kreislaufmodell zugrunde liegt, ist imstande wissenschaftlich streng nachzuweisen, dass das Ungleichgewicht durch einen Nachfragemangel entsteht. Diese prinzipiell bzw. paradigmatisch neue Nachfragetheorie wird deshalb als „real“ benannt, weil sie das Ungleichgewicht durch Entstehung eines realen Nachfragemangels erklärt, der sich von dem monetären Nachfragemangel völlig unterscheidet.

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  Die wellenförmige Funktionsweise der (laissez-faire) Marktwirtschaft
  S u m m a r y :

Aus der kreislauftheoretischen Analyse der realen Nachfragetheorie folgt, dass die andauernde Wiederkehr der Konjunkturzyklen nicht etwa auf Störungen von außen oder falsche Wirtschaftspolitik zurückzuführen ist, sondern die ureigene Funktionsweise der Marktwirtschaft darstellt. Dies wird theoretisch fundiert hergeleitet und für jede Phase des Konjunkturzyklus - Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung und Depression - werden die typischen Abläufe dargestellt, wie sie sich in einer völlig freien Marktwirtschaft immer wieder einstellen.

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